Scope 2 Emissionen

Scope 2 Emissionen - von Unternehmen eingekaufte Energien

Scope-2-Emissionen umfassen alle indirekten Treibhausgasemissionen, die aus der Erzeugung von eingekaufter Energie entstehen, die ein Unternehmen verbraucht.

Was sind Scope-2-Emissionen?

Typische Quellen von Scope-2-Emissionen sind:

Eingekaufter Strom

Fernwärme

Fernkälte

Eingekaufter Dampf

Obwohl diese Emissionen nicht direkt im Unternehmen entstehen, werden sie durch den Energieverbrauch verursacht und sind daher dem Unternehmen zuzuordnen.

Bedeutung von Scope-2-Emissionen in der CO₂-Bilanz

Scope-2-Emissionen spielen eine zentrale Rolle, da sie:

eine hohe Relevanz für Klimastrategien haben

eng mit Energieeffizienzmaßnahmen verknüpft sind

auf einer vergleichsweise guten Datenbasis beruhen

Abgrenzung: Scope-2-Emissionen im Vergleich zu anderen Scopes

Scope-1-Emissionen

Direkte Emissionen aus eigenen oder kontrollierten Quellen

Scope-2-Emissionen

Indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie

Scope-3-Emissionen

Weitere indirekte Emissionen entlang der Wertschöpfungskette

Erfassung und Berechnung von Scope-2-Emissionen

Die Berechnung von Scope-2-Emissionen basiert in der Regel auf:

Energieverbrauch (z. B. Strom in kWh)

Herkunftsnachweisen

definierten Berechnungsmethoden

Emissionsfaktoren (marktbasiert & standortbasiert)

Alle Emissionen werden in CO₂-Äquivalente (CO₂e) umgerechnet.

Reduktion von Scope-2-Emissionen

Umstellung auf erneuerbare Energien

Abschluss von Grünstromverträgen

Steigerung der Energieeffizienz

Optimierung der Gebäude- und Anlagentechnik

Eigene Stromerzeugung (z. B. Photovoltaik)

Scope-2-Emissionen und regulatorische Anforderungen

Scope-2-Emissionen sind ein fester Bestandteil von:

  • Nachhaltigkeits- und Klimaberichten

  • Energie- und Umweltmanagementsystemen

  • regulatorischen Offenlegungspflichten

Aufgrund ihrer guten Datenverfügbarkeit stehen sie häufig im Fokus von Prüfungen, Audits und Berichtsstandards.

Scope-2-Emissionen als Hebel der Klimastrategie

Scope-2-Emissionen sind ein zentraler Hebel auf dem Weg zur Klimaneutralität. Sie ermöglichen:

kurzfristige Emissionsminderungen

sichtbare Fortschritte

klare Kommunikation von Maßnahmen

Scope-2-Emissionen stehen für verantwortungsvollen Energieeinsatz und schnelle Reduktionsmöglichkeiten. Sie bilden eine zentrale Brücke zwischen unternehmerischem Handeln und externer Energieerzeugung. Durch gezielte Beschaffung, Effizienzmaßnahmen und den Umstieg auf erneuerbare Energien lassen sich Scope-2-Emissionen messbar senken. Damit sind sie ein wesentlicher Baustein einer ganzheitlichen Treibhausgasbilanz und ein wichtiger Hebel auf dem Weg zur Klimaneutralität.

Häufige Fragen zu Scope-2-Emissionen

Zu Scope-2-Emissionen zählen alle indirekten Treibhausgasemissionen aus eingekaufter Energie, wie Strom, Fernwärme, Fernkälte oder Dampf, die ein Unternehmen für seine Tätigkeiten nutzt.

Scope-2-Emissionen entstehen nicht direkt im Unternehmen, sondern bei externen Energieerzeugern. Im Gegensatz dazu stammen Scope-1-Emissionen aus eigenen Quellen, während Scope-3-Emissionen weitere indirekte Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette umfassen.

Scope-2-Emissionen können durch den Bezug erneuerbarer Energien, den Abschluss von Ökostromverträgen, Energieeffizienzmaßnahmen, optimierte Gebäudetechnik oder eigene Stromerzeugung wie Photovoltaik deutlich reduziert werden.

Scope-2-Emissionen bezeichnen indirekte Treibhausgasemissionen, die durch den Verbrauch zugekaufter Energie entstehen und dem Unternehmen aufgrund seines Energiebedarfs zugerechnet werden.