Scope-6-Emissionen

Scope-6-Emissionen fokussieren auf langfristige, indirekte Klimaeffekte.

Was sind Scope-6-Emissionen?

Scope-6-Emissionen umfassen potenzielle oder indirekte Klimawirkungen, die:

derzeit nicht eindeutig reguliert sind

methodisch noch nicht standardisiert erfasst werden

aus neuen Technologien, Märkten oder Systemen entstehen

Sie entstehen häufig erst mittel- bis langfristig und betreffen Emissionen, deren Auswirkungen sich erst durch Skalierung, Vernetzung oder Zeit entfalten.

Beispiele für Scope-6-Emissionsdimensionen

Digitale Emissionen

Finanz- und investitionsbezogene Emissionen

Technologiebedingte Zukunftsemissionen

Systemische Langzeiteffekte

Abgrenzung zu Scope 1–5

Scope-1-Emissionen

Direkte Emissionen aus eigenen Quellen

Scope-2-Emissionen

Indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie

Scope-3-Emissionen

Weitere indirekte Emissionen entlang der Wertschöpfungskette

Scope-4-Emissionen

Vermiedene Emissionen (Wirkungsperspektive)

Scope-5-Emissionen

Systemische und strukturelle Klimaeffekte

Scope-6-Emissionen

Zukünftige, neue und noch nicht standardisierte Emissionsdimensionen

Scope 6 in der unternehmerischen Praxis

Scope 6 kann genutzt werden, um:

zukünftige Emissions- und Transformationsrisiken zu erkennen

Innovations- und Investitionsentscheidungen zu bewerten

langfristige Klimastrategien zu entwickeln

Vorbereitung auf kommende Regulierung zu treffen

Scope 6 ergänzt die Emissionsbilanz, ersetzt aber keine Reduktion in Scope 1–3.

Chancen und Grenzen von Scope-6-Emissionen

Chancen

  • Frühzeitige Risikominimierung

  • Bessere Investitionsentscheidungen

  • Innovationsvorsprung

  • Zukunftssicherheit

Grenzen

  • Keine Standardisierung

  • Hohe Unsicherheiten

  • Keine Berichtspflicht

  • Begrenzte Vergleichbarkeit

Warum Scope-6-Emissionen strategisch relevant sind

Klimaregulierung entwickelt sich dynamisch weiter

Neue Technologien erzeugen neue Emissionsprofile

Investoren bewerten langfristige Klimarisiken stärker

Unternehmen müssen vorausschauend handeln

Scope-6-Emissionen stehen für ein vorausschauendes, systemisches Klimamanagement. Sie helfen, Emissionswirkungen zu erkennen, bevor sie regulatorisch verpflichtend oder wirtschaftlich kritisch werden.Scope 6 ersetzt keine bestehenden Scopes – es ergänzt sie um den Blick auf das, was kommt.

Häufige Fragen zu Scope-6-Emissionen

Scope-6-Emissionen beschreiben zukünftige, bislang nicht standardisierte oder regulierte Emissionswirkungen, die durch neue Technologien, digitale Systeme, Finanzströme oder langfristige Strukturentscheidungen entstehen. Sie erfassen Klimawirkungen, die mit heutigen Bilanzierungsstandards noch nicht vollständig abbildbar sind.

Zu Scope 6 zählen unter anderem: Emissionen aus digitalen Infrastrukturen wie Cloud-Systemen, Rechenzentren und KI Klimawirkungen von Investitions- und Finanzentscheidungen Emissionen neuer Technologien mit noch unbekannten Skalierungseffekten Langfristige systemische Effekte, die erst über Jahre oder Jahrzehnte entstehen

Scope 6 unterscheidet sich grundlegend von den klassischen Scopes: Scope 1–3 erfassen konkret messbare Emissionen Scope 4 betrachtet vermiedene Emissionen Scope 5 analysiert systemische und strukturelle Effekte Scope 6 fokussiert sich auf zukünftige, noch nicht definierte Emissionsdimensionen Scope 6 ist daher keine Bilanzgröße, sondern eine strategische Perspektive.

Scope-6-Emissionen sind relevant, weil: neue Technologien neue Emissionsprofile erzeugen Klimaregulierung sich weiterentwickelt Investoren langfristige Klimarisiken stärker bewerten Unternehmen frühzeitig auf zukünftige Anforderungen vorbereitet sein müssen Sie helfen, Klimarisiken zu erkennen, bevor sie verpflichtend werden.